Naturwunder in meiner Reichweite - (Kopie aus meiner El Hierro Seite)
Kein Ufo und kein Hurrikan. Futuristisch sieht das Gebilde aus der Satellitenperspektive aber schon aus. Es ist das Auge der Sahara - der Guelb er Richat (Fotos NASA) - ein schon stark erodierter Krater mit 40 Kilometer Durchmesser. Er liegt im zentral westlichen Teil von Mauretanien mitten in der Sahara ... und darin bin ich vor Jahren noch herum gestapft.
Zunächst aber erst die genaue Lage.Es sind gut 1000 km Luftlinie von den links oben liegenden Kanaren (Google Karte) bis zum rot markierten "Eye of the Sahara". Er liegt in einer menschenleeren Gegend südlich der Westsahara/ Marokko im riesigen Wüstengebiet von Mauretanien. Um dort hin zukommen braucht man Zeit und Ausdauer. Seit einigen Jahren wird einmal wöchentlich ein Binter Flug von Gran Canaria nach Nouakchott (Hauptstadt) angeboten. Von hier sind es dann noch einmal geschätzte 500 km Piste bis zum Guelb er Richat. Wir sind damals 1987/88 bei unserer Expedition mit Geologe, Mediziner usw.(ich war der Koch) vom Mittelmeer im Norden über Algerien, Mali nach Mauretanien gefahren (ca. 6 Wochen).
Auf meiner alten Karte links ist das Umfeld des Kraters zu erkennen. Der Guelb er Richat grenzt an das Tal von Chinguetti. Chinguetti war einst das geistige Zentrum des dort praktizierten Islam. Es gab dort während der französichen Kolonialzeit einen Militärflugplatz der allerdings heute nicht mehr genutzt wird. Lange Jahre gingen die Wissenschaftler davon aus, dass der große Krater durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sei. Doch vor einigen Jahren haben Geologen des Institut de Geociencias (IGEO) der Uni Madrid und der kanadischen Universität Quebek/Montreal festgestellt, dass wir es hier mit einem Vulkankrater zu tun haben.
Die NASA Aufnahmen zeigen die innere Struktur der Caldera. Das Alter wird auf 98 Millionen Jahre datiert. Gefundene kieselsäurehaltige magmatische Steine im Zentrum, wie Kimberlite, Karbonate und hydrothermal veränderte Rhyolite im Ringbereich, lassen eine vulkanische Aktivität vermuten. Die blauen Verfärbungen sind keine Seen oder Wasserlandschaften, das gibt es hier nicht. Es sind NASA- Einfärbungen um das Profil besser darstellen zu können. Die Dämme und ringförmigen Kreise sollen durch den Zusammenbruch des Vulkankegel entstanden sein.
In meinem Reisetagebuch vom 11.1.1988 ist vermerkt:
"Vor uns sehen wir den Kraterrand des Guelb er Richat. Bisher nichts sonderlich Beeinduckendes, Wir werden wahrscheinlich am linken Kraterrand Richtung Westen vorbeifahren. Die Stimmung hat sich merklich gebessert. Wir haben heute (18.45 Uhr) eine Tageskilometerleistung von 157 km geschafft. Nun sind wir am Kraterrand. Ein wunderschöner Anblick. Das Tal mit dunklem Untergrund, dazwischen Dünen. Er bildet sich eine weitere Steilstufe ab, die es zu überwinden gilt. Nun fahren wir hinab und über den Grund in Richtung Mitte des Krater.
Zu erwähnen wäre noch, dass es gestern Abend gehagelt hat. Seit heute Nachmittag "tröpfelt" es leicht.
Wir fahren weiter bis zum 3. Ringwall und richten auf der Höhe unser Nachtlager ein. Ein phantastischer Ausblick. Wir trinken unser allerletztes Bier"
Auch wenn jetzt unsere letzte Reserve "Würzburger Bürgerbräu" aufgebraucht ist - schöne Erinnerungen an eine anstrengende Tour. Daran arbeite ich im Moment - es soll mein neues Buchprojekt werden.
Wie sich die kanadischen Wissenschaftler die Entstehung des Eye of the Sahara vorstellen, hier in einem Video (franz).
Anmerkung: Auch Sie können hier über Naturphänomene, besondere Erlebnisse und Beobachtungen aus der Natur und Wissenschaft berichten. Einzelheiten dazu hier.
Kanaren NEWS (La Palma-La Gomera-El Hierro)
Montag, 21. Juli 2014
Das Auge der Sahara
Labels:Wissenschaft,Vulkan,Erdbeben,Weltraum,Komet
Guelb er Richat,
Meteorit,
Naturwunder,
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Vulkan
Donnerstag, 10. Juli 2014
ISS - Seifenblasen im All
Einfache Experimente - in Schwerelosigkeit vorgeführt
* Wie verhalten sich Seifenblasen unter Schwerelosigkeit ?
* Lassen sie sich überhaupt im All herstellen?
Dieses Experiment führt Astronaut Alexander Gerst (Fotos: DLR) bei einem Versuch auf der Internationalen Raumstation ISS vor. Es war der Siegervorschlag eines Schülerwettbewerb von DLR, ESA und "Jugend forscht".
Eine Seifenblase hält in der ISS mühelos im Durchschnitt eine Minute lang. "Die sind schon sehr stabil", wunderte sich Alexander Gerst beim Experiment im europäischen Forschungslabor Columbus, als die erste Seifenblase erst nach 55 Sekunden platzte.
Auf der Erde platzten die Seifenblasen unter der Schwerkraft nach 20 bis 30 Sekunden, wie eine Versuchsreihe mit 100 Seifenblasen ergeben hatte.
Auf der Erde sind Seifenblasen dünnhäutig - im All dickfellig und stabiler. Dass die Seifenblasen im Weltall soviel länger leben, liegt daran, dass dort keine Erdanziehungskraft an den Bestandteilen der Seifenblasen zieht: Die Hülle, die aus einer Wasserschicht zwischen zwei Seifenschichten besteht, kann so stabil bleiben. Auf der Erde hingegen läuft die Wasserschicht der Hülle in Richtung Boden und sammelt sich am unteren Ende - oben besteht die Seifenblase dann nur noch aus den beiden äußeren Seifenschichten. Die Hülle wird immer dünner, bis sie schließlich reißt, und die Seifenblase platzt.
Warum aber die Seifenblase in der ISS dann nicht ewig hält, lässt sich noch nicht erklären. Vielleicht liegt es an der künstlichen ISS Atmosphäre und der Luftzirkulation aus der Klimaanlage. Ein Versuch direkt im All könnte durchaus ein anderes Ergebnis bringen.
Selbst eine Sicherheitsnadel, die der Astronaut direkt in die Hülle stach, brachte die Seifenblasen nicht zum platzen.
Auch der Versuch mit einer Spritze Farbstoff in die Seifenblase zu injizieren (siehe DLR-Foto), brachte ein interessantes Ergebnis.
Das Seifenblasen-Experiment und wie sich auf der Erde davon abgeleitet nützliche Produkte herstellen lassen, zeigt das Video unten.
Labels:Wissenschaft,Vulkan,Erdbeben,Weltraum,Komet
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Seifenblasen- Experiment,
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Dienstag, 10. Juni 2014
Die Internationale Space Station ISS Live miterleben
Mit WebCam und Live-Funkverkehr dabei
News: 11.06.14 - 13.30 Uhr - in der vergangenen Nacht wurde aufsteigender Rauch aus dem Heizsystem der Wasserwiederaufbereitungsanlage entdeckt. Das System wurde abgeschaltet und demontiert. Lt. Roskosmos bestehe keine Gesundheitsgefahr für die Raumfahrer.
In 90 Minuten umrundet die International Space Station (ISS) in 415 Kilometer Höhe einmal die Erde (Foto: NASA). Mit knapp 28.000 Kilometer in der Stunde rast sie für irdische Verhältnisse kaum vorstellbar, auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn über unsere Köpfe hinweg.
Das alles persönlich zu erleben ist im Moment noch nicht möglich und wäre auch zu kostspielig. Wir können aber am PC zu Hause das Leben auf der ISS Live miterleben. Die NASA hat erstmals einige Kanäle freigeschaltet.
Zwei Kameras im Livemodus und den Funkverkehr zwischen den Astro/Kosmonauten und der Bodenstation.
Die Ansicht der gerade überflogenen Erdoberfläche zeigt die Aussenkamera I unten.
Live Streaming Ausssenkamera I
Wenn im Moment kein Bild erscheint lädt der Server oder es wird gerade eine Nachtzone durchflogen. 14 x an einem irdischen Tag erlebt die Besatzung einen Sonnenauf- und natürlich auch den Sonnenuntergang.
Die Aussenkamera II habe ich rechts oben in der Seitenleiste verlinkt. Weltraumeinsätze im Orbit werden von der Arbeitsplattform über diese Kamera übertragen. Hier kann auch der Funkverkehr deutlich mitgehört werden.
Es kann sein, dass im Augenblick Funkstille herrscht weil die Astronauten schlafen oder es einfach nichts zu berichten gibt. Etwas Geduld und ein späteres Einschalten hilft meist.
Die Größe der ISS ist beachtlich. Mit einer Länge von knapp 100 Meter und einer Spannweite von 110 Meter ist sie schon ein Schwergewicht am Himmel. Ihr Gesamtgewicht liegt bei rund 455 Tonnen.
Durch ihre Größe ist sie auch mit bloßem Auge am Nachthimmel auszumachen. Als hellster Stern fliegt sie bei einer entsprechenden Konstellation in wenigen Minuten über das Firmament.
Den augenblicklichen Standort der ISS habe ich oben in der Kopfzeile "ISS" dauerhaft verlinkt. Hier sind auch gut die jeweiligen Tag- und Nachtzeiten zu erkennen. Wollen Sie die Raumstation über ihrer Stadt beobachten, gibt es entsprechende Rechenprogramme. Sie zeigen exakt die Überflugzeit über ihrem Standort an.
Zwei Programme, das Heavens-Above oder das NASA Sighting Location Lookup stehen zur Verfügung.
Im Heavens-Above (das Bessere) geben sie zunächst ihren Standort (Stadt) ein. Interessant zum Beobachten sind nur die Nachtzeiten (nur sichtbare oben anklicken).
Jetzt wirft die Übersicht alle sichtbaren Zeiten der nächsten Tage aus (Grafik links). Gut beobachtbar sind nur Helligkeiten von - 3,0m oder mit mehr Minuswert. In der Astronomie erscheint ein Objekt desto heller je mehr Minus erreicht wird. Die Sonne bringt es auf -26,73m und die Venus auf -4,7m. Das ist auch die größte Helligkeit die die ISS erreichen kann. Wichtig wäre dann noch der Überflugwinkel (höchster Punkt). Je höher die ISS am Himmel steht, desto einfacher zu beobachten.
Rechts dann noch die Himmelsrichtung in die Sie schauen müssen.
So sollte es klappen - klarer Himmel natürlich voraus gesetzt.
News: 11.06.14 - 13.30 Uhr - in der vergangenen Nacht wurde aufsteigender Rauch aus dem Heizsystem der Wasserwiederaufbereitungsanlage entdeckt. Das System wurde abgeschaltet und demontiert. Lt. Roskosmos bestehe keine Gesundheitsgefahr für die Raumfahrer.
In 90 Minuten umrundet die International Space Station (ISS) in 415 Kilometer Höhe einmal die Erde (Foto: NASA). Mit knapp 28.000 Kilometer in der Stunde rast sie für irdische Verhältnisse kaum vorstellbar, auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn über unsere Köpfe hinweg.
Das alles persönlich zu erleben ist im Moment noch nicht möglich und wäre auch zu kostspielig. Wir können aber am PC zu Hause das Leben auf der ISS Live miterleben. Die NASA hat erstmals einige Kanäle freigeschaltet.
Zwei Kameras im Livemodus und den Funkverkehr zwischen den Astro/Kosmonauten und der Bodenstation.
Die Ansicht der gerade überflogenen Erdoberfläche zeigt die Aussenkamera I unten.
Live Streaming Ausssenkamera I
Wenn im Moment kein Bild erscheint lädt der Server oder es wird gerade eine Nachtzone durchflogen. 14 x an einem irdischen Tag erlebt die Besatzung einen Sonnenauf- und natürlich auch den Sonnenuntergang.
Die Aussenkamera II habe ich rechts oben in der Seitenleiste verlinkt. Weltraumeinsätze im Orbit werden von der Arbeitsplattform über diese Kamera übertragen. Hier kann auch der Funkverkehr deutlich mitgehört werden.
Es kann sein, dass im Augenblick Funkstille herrscht weil die Astronauten schlafen oder es einfach nichts zu berichten gibt. Etwas Geduld und ein späteres Einschalten hilft meist.
Die Größe der ISS ist beachtlich. Mit einer Länge von knapp 100 Meter und einer Spannweite von 110 Meter ist sie schon ein Schwergewicht am Himmel. Ihr Gesamtgewicht liegt bei rund 455 Tonnen.
Durch ihre Größe ist sie auch mit bloßem Auge am Nachthimmel auszumachen. Als hellster Stern fliegt sie bei einer entsprechenden Konstellation in wenigen Minuten über das Firmament.
Den augenblicklichen Standort der ISS habe ich oben in der Kopfzeile "ISS" dauerhaft verlinkt. Hier sind auch gut die jeweiligen Tag- und Nachtzeiten zu erkennen. Wollen Sie die Raumstation über ihrer Stadt beobachten, gibt es entsprechende Rechenprogramme. Sie zeigen exakt die Überflugzeit über ihrem Standort an.
Zwei Programme, das Heavens-Above oder das NASA Sighting Location Lookup stehen zur Verfügung.
Im Heavens-Above (das Bessere) geben sie zunächst ihren Standort (Stadt) ein. Interessant zum Beobachten sind nur die Nachtzeiten (nur sichtbare oben anklicken).
Jetzt wirft die Übersicht alle sichtbaren Zeiten der nächsten Tage aus (Grafik links). Gut beobachtbar sind nur Helligkeiten von - 3,0m oder mit mehr Minuswert. In der Astronomie erscheint ein Objekt desto heller je mehr Minus erreicht wird. Die Sonne bringt es auf -26,73m und die Venus auf -4,7m. Das ist auch die größte Helligkeit die die ISS erreichen kann. Wichtig wäre dann noch der Überflugwinkel (höchster Punkt). Je höher die ISS am Himmel steht, desto einfacher zu beobachten.
Rechts dann noch die Himmelsrichtung in die Sie schauen müssen.
So sollte es klappen - klarer Himmel natürlich voraus gesetzt.
Eine imposante Vorstellung in 3D von der ISS bekommen Sie auch im obigen Video. Notwendig ist eine 3D Brille (diese Pappbrille mit den farbigen Kunstoffgläsern).
Es kann richtig mitgefühlt werden, was ein Astronaut bei einem Ausseneinsatz um die Station sieht und empfindet.
Wenn ich etwas neues um die ISS entdecke oder etwas spannendes passiert, werde ich berichten.
Es kann richtig mitgefühlt werden, was ein Astronaut bei einem Ausseneinsatz um die Station sieht und empfindet.
Wenn ich etwas neues um die ISS entdecke oder etwas spannendes passiert, werde ich berichten.
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Standort:La Palma
Santa Cruz de la Palma, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Spanien
Montag, 9. Juni 2014
Startklar - Gorona Projekt VI
Jetzt ist es also bald so weit. Das Gorona-Projekt soll am 27. Juni 2014 ans Netz gehen. Dann wäre El Hierro die erste Insel dieser Erde, die ihren Strombedarf zu 100 % aus selbsterzeugter regenerativer Energie bezieht.
Aus einem Traum (Foto: Bauschild von 2010) wird Wirklichkeit.
Zur Zeit läuft die Anlage bereits im Probe- und Testbetrieb. Wie man hört verläuft alles planmäßig.
Ich werde natürlich zum Startbeginn ausführlich darüber berichten.
Im letzten und VI Teil muss natürlich noch der geistige Vater und Initiator genannt werden. Heute wollen natürlich viele "Vater" dieses "grünen Projekt" sein. Aber Ehre wem auch diese Ehre zusteht.
Beitrag vom 21. April 2013
El Hierro und sein Vordenker - der Visionär
Über die wenigen Visionäre und Vordenker auf den Kanaren hatte ich in der Vergangenheit schon mehrfach berichtet. Es ist ein Thema über das ich gerne Schreibe und leider in der Vergangenheit in vielen Köpfen keinen Platz fand und als Zukunftsspinnerei abgetan wurde. Hier und jetzt wurde das reichlich vorhandene Geld und die vielen Subventionen in den vergangenen Jahrzehnten in Beton gegossen. Viele unnütze und sinnlose Projekte ohne Zukunftsperspektive oder nachhaltige Nutzung wurden aus dem Boden gestampft.
Der ehemalige stellvertretende Inselpräsident und heutige Senator im Kanarischen Parlament Javier Morales wird heute zu Recht auch von seinen ehemaligen Kritikern als "Vater des Gorona Projekt" bezeichnet. Ein Visionär und Vordenker der für El Hierro weit seiner Zeit voraus war. Seine Idee ist heute fast umgesetzt. Bis Ende 2013/14 wird El Hierro die erste Insel der Welt sein, die ihren Strom zu 100% aus Wind- und Wasserenergie bezieht.
Ich hatte im Sommer letzten Jahres Gelegenheit zu einem längeren persönlichen Gespräch mit Javier Morales (siehe Beitrag vom September 2012). Seine Probleme und Widerstände, aber auch sein Wille und seine Überzeugung die Natur zu schützen und die natürlich vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen sind auch nach Jahren mühsamen Kampfes ungebrochen. Ein sympathischer Mensch der nach meiner festen Überzeugung Hochachtung und Unterstützung verdient und noch so manche Überraschung im Hinterkopf hat.
Über seinen Weg und seine Ideen erzählt er in einem neueren Video (deutsch übersetzt) von Esther Weinz. Hier geht`s zum Video Javier Morales
Aus einem Traum (Foto: Bauschild von 2010) wird Wirklichkeit.
Zur Zeit läuft die Anlage bereits im Probe- und Testbetrieb. Wie man hört verläuft alles planmäßig.
Ich werde natürlich zum Startbeginn ausführlich darüber berichten.
Im letzten und VI Teil muss natürlich noch der geistige Vater und Initiator genannt werden. Heute wollen natürlich viele "Vater" dieses "grünen Projekt" sein. Aber Ehre wem auch diese Ehre zusteht.
Beitrag vom 21. April 2013
El Hierro und sein Vordenker - der Visionär
Über die wenigen Visionäre und Vordenker auf den Kanaren hatte ich in der Vergangenheit schon mehrfach berichtet. Es ist ein Thema über das ich gerne Schreibe und leider in der Vergangenheit in vielen Köpfen keinen Platz fand und als Zukunftsspinnerei abgetan wurde. Hier und jetzt wurde das reichlich vorhandene Geld und die vielen Subventionen in den vergangenen Jahrzehnten in Beton gegossen. Viele unnütze und sinnlose Projekte ohne Zukunftsperspektive oder nachhaltige Nutzung wurden aus dem Boden gestampft.
Jetzt kommt auch der Präsident der Nachbarinsel La Gomera, Casimiro Curbelo, auf die glorreiche Idee es dem Gorona del Viento Projekt von El Hierro nachzumachen. 100% Inselstrom aus regenerativer Energie (Artikel in Universocanario).
Er hinkt aber mit seinen Gedanken der Zeit etwas hinterher. Vor Jahren war das Geld dafür vorhanden. Heute sind aber alle Kassen leer und die EU Subventionen fließen nur noch spärlich.
Es waren nur wenige - genau genommen nur +Javier Morales von El Hierro und der Inselpräsident von Teneriffa Ricardo Melchior die die Chancen für die Zukunft erkannten und auch politisch über den Tellerrand blicken konnten. Sie hatten den Willen auch gegen den Widerstand vieler eigener Parteigenossen die Idee politisch durch zu boxen.
Der ehemalige stellvertretende Inselpräsident und heutige Senator im Kanarischen Parlament Javier Morales wird heute zu Recht auch von seinen ehemaligen Kritikern als "Vater des Gorona Projekt" bezeichnet. Ein Visionär und Vordenker der für El Hierro weit seiner Zeit voraus war. Seine Idee ist heute fast umgesetzt. Bis Ende 2013/14 wird El Hierro die erste Insel der Welt sein, die ihren Strom zu 100% aus Wind- und Wasserenergie bezieht. Ich hatte im Sommer letzten Jahres Gelegenheit zu einem längeren persönlichen Gespräch mit Javier Morales (siehe Beitrag vom September 2012). Seine Probleme und Widerstände, aber auch sein Wille und seine Überzeugung die Natur zu schützen und die natürlich vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen sind auch nach Jahren mühsamen Kampfes ungebrochen. Ein sympathischer Mensch der nach meiner festen Überzeugung Hochachtung und Unterstützung verdient und noch so manche Überraschung im Hinterkopf hat.
Über seinen Weg und seine Ideen erzählt er in einem neueren Video (deutsch übersetzt) von Esther Weinz. Hier geht`s zum Video Javier Morales
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Standort:La Palma
El Hierro, Spanien
Samstag, 7. Juni 2014
Die Anlage wächst - Gorona Projekt V
Beitrag aus dem Jahre 2012 aus dem El Hierro Blog
Nicht nur die Naturgewalt des Vulkan Eldiscreto mit all seinen Vor- und Nachteilen erweckt das Interesse der Öffentlichkeit, sondern auch das von Menschenhand zur Zeit im Bau befindliche "Gerona del Viento El Hierro". Ein einmaliges Projekt das auch indirekt mit der Natur - dem Wind zu tun hat und in einigen Monaten (vielleicht auch noch Jahre) die Insel El Hierro zu 100 % mit Strom versorgen soll.
Ich hatte schon mehrfach darüber berichtet und habe mich in den letzten Wochen intensiv mit dieser Sache beschäftigt. In loser Abfolge werde ich, wenn Eldiscreto Ruhe gibt, nun darüber berichten.

Das obere Speicherbecken mit 380.000 m³ Fassungsvermögen ist fertiggestellt. Es wurde in einem alten Vulkankrater errichtet und soll auch Beben überstehen Mit diese Problematik werde ich mich noch ausführlich beschäftigen. Auf La Palma haben wir auch ohne große Beben unsere negativen Erfahrungen bereits gesammelt.

Das kleiner in Küstennähe liegende Auffangbecken ist noch in Arbeit. Es wird mit sechs Sperrschichten unterschiedlichster Bauart zur Zeit abgedichtet. Es soll sich um das modernste Verfahren handeln. Im Hindergrund das Turbinenhaus. Dort werden im Moment die Turbinen und Generatoren installiert. Ich war bei der Montage dabei und werde noch ausführlich auf die Montage und die Besonderheiten eingehen. Um das gesamte Wirkungsprinzip besser zu verstehen hier noch ein Video von und über das Gorona-Projekt.
Nicht nur die Naturgewalt des Vulkan Eldiscreto mit all seinen Vor- und Nachteilen erweckt das Interesse der Öffentlichkeit, sondern auch das von Menschenhand zur Zeit im Bau befindliche "Gerona del Viento El Hierro". Ein einmaliges Projekt das auch indirekt mit der Natur - dem Wind zu tun hat und in einigen Monaten (vielleicht auch noch Jahre) die Insel El Hierro zu 100 % mit Strom versorgen soll.
Ich hatte schon mehrfach darüber berichtet und habe mich in den letzten Wochen intensiv mit dieser Sache beschäftigt. In loser Abfolge werde ich, wenn Eldiscreto Ruhe gibt, nun darüber berichten.
Heute zunächst eine Bestandsaufnahme.
Inzwischen stehen am windigsten Ort der Insel, in Nähe der Hauptstadt Valverde, die fünf Windräder aus deutscher Produktion. Diesen Standort hat man ausgewählt, da pro Jahr hier nur an drei aufeinander folgenden Tagen (es gab eine lange Messreihe) kein verwertbarer Wind weht.
Das obere Speicherbecken mit 380.000 m³ Fassungsvermögen ist fertiggestellt. Es wurde in einem alten Vulkankrater errichtet und soll auch Beben überstehen Mit diese Problematik werde ich mich noch ausführlich beschäftigen. Auf La Palma haben wir auch ohne große Beben unsere negativen Erfahrungen bereits gesammelt.
Das kleiner in Küstennähe liegende Auffangbecken ist noch in Arbeit. Es wird mit sechs Sperrschichten unterschiedlichster Bauart zur Zeit abgedichtet. Es soll sich um das modernste Verfahren handeln. Im Hindergrund das Turbinenhaus. Dort werden im Moment die Turbinen und Generatoren installiert. Ich war bei der Montage dabei und werde noch ausführlich auf die Montage und die Besonderheiten eingehen. Um das gesamte Wirkungsprinzip besser zu verstehen hier noch ein Video von und über das Gorona-Projekt.
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Standort:La Palma
El Hierro, Spanien
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